Meine Zeit im Klosterkindergarten war auch mit dem Bertholdsaal verbunden. Die „Schwestern“ veranstalteten dort mit den Kindern Theateraufführungen. Rollen wie der „Erlkönig“ im gleichnamigen Stück und bei vollem Haus sind mir in lebhafter Erinnerung geblieben.

Wie viele andere Kinder bin ich in der Nachbarschaft zum Bertholdsaal und zum Dürrnbach aufgewachsen. Da gab es für uns immer was zu erleben. So haben sich Bezüge gefestigt und erhalten.

Beispielsweise habe ich über die Monate des Jahres 1988 für dieses  Naturdenkmal das Kunstprojekt „IN DIRRNBAH“ veranstaltet.  Dabei sind zwischen regionalen und internationalen Projekten immer weite, wechselseitige Wirkungen entstanden.

FRIKULUM und der Trägerverein Bertholdsaal haben sich durch Qualität und Kontinuität in der Kulturarbeit einen beachtlichen Namen gemacht. Das erstellte Konzept für eine Zukunft des Bertholdsaales ist gar nicht selbstverständlich, wohl aber ist diese Perspektive umso förderungswürdiger. Damit kann typischen Problemen des ländlichen Raumes beispielhaft entgegen gewirkt werden.

Für ein Gebäude im Ortsverband, nahe am Dürrnbach, möglicherweise auch mit einem neuen Zugang zum Bach –
Kunst und Kultur ist unverzichtbar, so auch die Kultur, wie verantwortungsvoll unsere Gesellschaft mit Natur und Ressourcen umgeht.
Dem Verein Bertholdsaal ist für die Verwirklichung des anspruchsvollen Projektes gutes Augenmaß und viel Zuspruch aus der Bevölkerung zu wünschen.

Alois Lindenbauer
Freiberuflicher Künstler
Weyer