Monat: August 2017

Martin Atteneder – Techn. Angestellter

Der Bertholdsaal muss unbedingt bleiben (wie er ist). Für mich als – nicht zuletzt vom Röda verwöhnter – Steyrer sind die Frikulum Veranstaltungen mehrmals im Jahr ein fixer Anlass für einen Ausflug nach Weyer. Jedes Mal kehre ich erfrischt zurück mit einem neuen Stück Hoffnung an das Gute, das Authentische und dem Beweis, dass es noch Dinge gibt die mit Liebe und Herzblut gemacht sind.

Martin Atteneder
Techn. Angestellter
Steyr

Silvia Salcher – Marketingleitung Mautner Markhof

In meiner frühen Jugend gab es für uns direkt in der Region wenig Kulturangebot, vor allem gab es keine echten musikalischen Alternativen zu bestehenden Dorf-Diskotheken. Wer das gesucht hat, musste in die nächste Stadt ausweichen. Für uns war das einfach so. Als dann im Bertholdsaal die ersten Konzerte veranstaltet wurden war dieser Grundsatz pasé. Die Leute kamen plötzlich sogar aus der Stadt zu uns aufs Land. Und wir blieben wieder viel mehr hier in der Region. Der Bertholdsaal hat viel verändert, wir profitierten nicht nur vom vielfältigen Angebot, die Jugend konnte sich auch aktiv einbringen und mitgestalten. In den letzten 20 Jahren gab es viele erinnerungswürdige Konzerte im Bertholdsaal, ich komme auch heute noch immer wieder wegen der Einen oder Anderen Veranstaltungen von Wien nach Weyer. Und nicht nur deshalb. Es ist ein Ort, um alte Freunde und Bekannte zu treffen, und ich freue mich jedesmal, dass es so viele engagierte Freiwillige in der Region gibt, die diese Veranstaltungen möglich machen. Wie alle anderen hier habe auch ich überlegt, was man in diesem Plädoyer für den Bertholdsaal sagen soll. Weil es eigentlich viel mehr ist als eine Unterstützungserklärung. Hermann Hesse sagt: „Das Glück ist ein Wie, kein Was; ein Talent, kein Objekt.“ Trotzdem oder gerade deshalb braucht es Objekte, Räume, Orte um Talente zu fördern, Kultur zu erleben, Kreativität zu entfalten. Daher auch mein Aufruf an alle verantwortlichen Stellen, diese Orte zu schaffen, zu fördern, und jedenfalls – als geringste aller Möglichkeiten – diese Orte nicht zu vernichten. Ich hatte Glück, dass es den Bertholdsaal damals gab, und wünsche das auch noch vielen Anderen.

Silvia Salcher
Marketingleitung Mautner Markhof
Aufgewachsen in Großraming, lebt und arbeitet in Wien

Maria und Kurt Neubauer – Psychotherapeutin / Fotograf

Im Gründungsjahr des BHS 1997 waren wir als Familie gerade in einer intensiven Veränderungsphase. Unter anderem wurden unsere Kinder erwachsen und gingen eigene Wege. Das Interesse an den Veranstaltungen im BHS war und blieb etwas wichtiges Gemeinsames für uns. Über diesen bedeutenden persönlichen Aspekt hinaus steht der BHS für sehr viel. – Er ist ein Synonym für beachtenswerte nationale und internationale Kulturprojekte – Er fungiert in seinem Kulturverständnis als Transporteur der Vielfalt und ist erfrischend Mainstream-resistent – Er ist ein gewachsenes Netzwerk und Beziehungsgeflecht der ganz besonderen Art, das die „Ausgewanderten“ mit daheim in Verbindung bleiben lässt, wo sie ihr Knowhow für Kulturmanagement, aber auch die Begeisterung für gesellschaftliche Veränderungsansprüche einbringen – Er ist ein Best Practice Beispiel für Beteiligung, Mitgestalten und Eigenständigkeitsdenken der Jungen in der Region – Er steht für die geglückte Pendelbewegung der Menschen zwischen ruralen und urbanen Welten und ist in seiner identitätsstiftenden Wirkung ein Glücksfall: animierend – provozierend – inspirierend, unabhängig von Schicht und Alter. Ein überaus innovativer Beitrag zur Entwicklung im oberösterreichischen Ennstal. Unsere Unterstützung ist euch sicher, nicht zuletzt deshalb, weil die Notwendigkeit der Wertschätzung des Regionalen ein Gebot der Stunde ist.

Maria Barbara Neubauer
Psychotherapeutin, promovierte Psychotherapiewissenschafterin

Konrad Kurt Neubauer
Fotograf

Weyer