Autor: Ritt_Max

Christoph Wiedemann – Projekt Administrator

Würde es schade finden wenn es den Bertholdsaal in Verbindung mit Frikulum nicht mehr geben würde. Ein Einrichtung die noch Wert auf Kultur,… legt und gehört einfach zum Ennstal Lg

Christoph Wiedemann
Projekt Administrator
Großraming

Ruth Neubauer

Ja, natürlich muss der Bertholdsaal erhalten bleiben – einer der wichtigen Kulturstätten im Ennstal, und einer der wichtigen Ausbildungsstätten! Ich bin sozusagen im Bertholdsaal in die Lehre gegangen. Inmitten einer echt liebenswerten Gemeinschaft von Musik- und Kulturinteressierten konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln in der Organisation und Umsetzung von Konzerten, Filmvorführungen und Lesungen. Auf meinem Lebenslauf waren die 5 Jahre aktive Mitarbeit bei Veranstaltungen im Bertholdsaal immer groß herausgestrichen – es war bei Bewerbungsgesprächen immer eine extra Erwähnung wert, und hat mir geholfen, Jobs im Kreativbereich in Wien, London und Brighton (UK) zu sichern. Gibt es eine bessere Gelegenheit für Junge als in so einer lokalen Gemeinschaft arbeits- / lebens- / weltrelevante Erfahrungen zu sammeln? Der Bertholdsaal hat uns geprägt und er hat uns persönlich sehr viel gegeben. Er soll bleiben!

Ruth Neubauer
Original Weyer
jetzt Brighton

Thomas Franz-Riegler – Musiker, Kabarettist

Relativ spät hab ich den Bertholdsaal für mich entdeckt, hab aber dort sehr schöne und auch berührende Momente sowohl bei Konzerten als auch Filmabenden erlebt. Und 2014 spielte ich erstmals selbst dort. Das Ambiente ist einzigartig und die Menschen, die ich dort kennenlernte allesamt wunderbar. www.thomasfranzriegler.at

Thomas Franz-Riegler
Musiker, Kabarettist
St. Peter/Au, Wien

Mag. (FH) Stefan Salcher – Grafik Designer

Vor allem in meiner Jugend war der Bertholdsaal ein zentraler Punkt in meinem Leben. Ein Veranstaltungsort für junge, kreative Menschen deren Motivation etwas zu Gestalten Gehör, Platz und Betreuung geboten wurde. Ich habe meine ersten Flyer für Hardcore und Punkrock Veranstaltungen im Bertholdsaal gestaltet und meine Liebe zum Grafikdesign entdeckt. Genauso aber bei der Konzeptionierung, Planung und Durchführung von diversen Konzerten schon in sehr jungen Jahren die positiven und negativen Konsequenzen von Projektmanagement erfahren. So schön unsere Region Ennstal landschaftlich ist, so wenig Alternativen wird einem im Bereich Jugendkultur geboten. Der Bertholdsaal war hier immer Bühne für diejenigen die fernab der konventionellen Ö3–Diskotheken und Ballsportvereine ihre Berechtigung gesucht und auch gefunden haben. Genau diese Nische hat mich nachhaltig beeinflusst und geprägt und es wär ein unglaublicher Verlust den zukünftigen Generationen diese Möglichkeit zu verwehren.

Mag. (FH) Stefan Salcher
Grafik Designer / Mitinhaber des Design & Animationsstudios LWZ
aus Großraming, in Wien lebend

Harald Maderthaner – Lehrer

20 Jahre sind es also schon – eine lange Zeit, in welcher der BHS den Jugendlichen und Junggebliebenen Ende der 90ger Jahre, und somit auch mir, viele schöne Momente beschert hat. Vorrangig der Konzerte wegen (und der kulinarischen Künste der Backstagebeauftragten :-)) wurden meine Freunde und ich im BHS groß. Und wie so vielen anderen blieb es uns nicht erspart, Weyer und die Region zwecks Ausbildung und Job zu verlassen. Umso erfreulicher ist es dann, wenn man seinen Lebensmittelpunkt wieder in diese schöne Region verlagern kann und dies immer mehr Freunde und Bekannte von damals auch tun. Weyer hat viel zu bieten und Frikulum sorgt mit seinem Engagement, dass unsere Region und der BHS weithin in Österreich bekannt geworden sind. Eine Tatsache, der ich vielleicht oder vielmehr genau deswegen auch meine Familie verdanke, da ich meine Frau am SWF in Kleinreifling kennenlernte 😉 Auch meinen Kindern soll es einmal vergönnt sein, auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden erste Konzerte zu besuchen, Freunde zu treffen und viele schöne Momente im BHS und mit Frikulum erleben zu dürfen!
SAVE the PLACE!

Harald Maderthaner
Lehrer
Weyer

Dr. Therese Garstenauer – Senior Research Fellow, Universität Wien

20 Yeahs. 1997. Da schau her: wir* haben also schon im Jahr eins eine Theaterproduktion gemacht. Aus den „Fällen“ von Daniil Charms haben wir einen Theaterabend kreiert. Viele Stunden über den ganzen Sommer geprobt, gebastelt, inszeniert, für eine Premiere und eine Derniere. Im Bertholdsaal geschwitzt statt am Reichramingbach gechillt. Und es war so aufregend und magisch! In den folgenden drei Jahren drei weitere Theaterproduktionen**: Mr. Pilk’s Irrenhaus, Kasperl auf dem elektrischen Stuhl und George Taboris Mein Kampf. Es war so großartig, den Raum, die Bühne, die Möglichkeiten zu haben, sich hier auszuprobieren und auszutoben. Einige Jahre später konnte ich, inzwischen nach Wien gezogen, mit meinem Improtheater-Ensemble im Bertholdsaal auftreten. Aber auch von der anderen Seite der Bühne betrachtet habe ich großartige Erinnerungen an den Bertholdsaal: Konzerte, Theater, Lesungen, Filme, ein Sprayerworkshop, fallweise auch Kassen- und Bardienste … Ich wohne nicht mehr im Ennstal, aber ich wünsche mir, dass der Bertholdsaal für die Leute vor Ort weiterhin solche Möglichkeiten bieten wird, tolle Dinge zu hören, zu sehen und selbst auszuprobieren. Als Mama eines Kleinkindes bin ich gerade etwas nachlässig, was das abendliche Fortgehen angeht. Aber das ist nur eine Phase, wie man mir sagt. Also: See you in Bertholdsaal.
* Here’s looking at you, Lisa, Poit, Jux, Matsch, Karl, Jones, Flo, Hemma, Alex!
** Furthermore, here’s looking at you, Gabi, Rita, Ludi, Gnu, Mario (hoffentlich niemanden vergessen…).

Dr. Therese Garstenauer
Senior Research Fellow, Universität Wien
Großraming

Fabian S – Fachsozialbetreuer

Wäre echt schade wenn es den Bertholdsaal nicht mehr gibt! ich hoffe ihr könnt ihn retten! 🙂

Fabian S
Fachsozialbetreuer
Weyer

Helga – Sozialarbeiterin

Ich besuche den Bertholdsaal seit seiner Gründung. Der Bertholdsaal ist für mich ein Raum der Vielfalt. Er steht für Konzerte von bekannten, unbekannten, völlig unbekannten, internationalen, nationalen und regionalen Bands der unterschiedlichsten Stilrichtungen. Die Konzerte, die oftmals in kleinem Rahmen ablaufen, bieten die Möglichkeit sich mit den Künstlern nach dem Konzert zu unterhalten. Eine Qualität, die man wirklich suchen muss. Im Bertholdsaal war ich beim Sport 5 Kampf, bei einem Grafitti Workshop, beim Improtheater, beim Open Mike, Kuben, Kochen nach der Kräuterwanderung,…. Das meine ich mit Vielfalt, die die Lebensqualität in Weyer für mich ausmacht! Und diese Vielfalt braucht einen Raum in Weyer. Für mich ist „der Bertholsaal gekommen, um zu bleiben“. Bei dieser Gelegenheit einen großen Dank an die unterschiedlichen Menschen, die dieses Projekt zu dem machen, was es heute ist.

Helga
Sozialarbeiterin
Weyer

Dr. Rudolf Grogger – Weyer

Teil 1: Seit über 40 Jahren kenne ich nun den Bertholdsaal. Zum Anfang meiner Praxiszeit als Tierarzt hier im Ort, habe ich dort in der damaligen Tischlerei noch meine Ordinationsmöbel selber zusammengeschraubt. Als sich dann später eine junge aufkeimende Kulturszene etablierte, war bald klar, dass sich da die Dinge in die richtige Richtung bewegten. Großes Engagement und viel Organisationstalent führten zu unzähligen Veranstaltungen, die auf freiwilliger Basis und dennoch höchst professionell abgewickelt wurden . Etliche Konzerte und schräge Theateraufführungen sind mir in wunderbarer Erinnerung. Zahllose Seewiesenfeste führten zu einem Bekanntheitsgrad im Lande, auf den unsere Region stolz sein kann. Mit viel Sachkenntnis und gutem Instinkt wurden Künstler in die Gegend gebracht, die später auch auf breiter Ebene bekannt wurden. Und das alles über viele, viele Jahre hinweg – das verdient Respekt.

Teil 2: Der Bertholdsaal wird verkauft!!- heißt es dann vor ein paar Wochen aus üblicherweise gut informierter Quelle. Wie jetzt??, war meine Frage – und was geschieht mit ihm? – und was geschieht mit Frikulum? – was mit dem Seewiesenfest? – was mit dem Raum für unzählige gelungene Auftritte? – mit dem Begegnungsraum und dem Raum für eigene Gedanken? – dem Probenraum für junge Bands? – dem Bindeglied zur kulturellen Außenwelt? – mit dem Bertholdsaal als Freiraum schlechthin? Was hat man vor? Alles aufgeben? – die Historie des Bertholdsaales nur noch in Erzählungen bewahren? – die Zukunft anderen überlassen? Das wäre jedenfalls keine gute Idee für Weyer – keine gute Idee für das Ennstal und für die Kulturszene schlechthin. Viele werden das wohl ähnlich sehen. Es wäre doch allzu schade, die Heimbasis für viele zukünftige Aktivitäten in diesem Bereich, der Schubraupe zu opfern. Da gefällt mir der Plan vom Erhalten und Gestalten schon viel, viel besser. In diesem Sinne.
Save the Place – Kaufen statt Abreißen. Support.

Dr. Rudolf Grogger
Weyer/OÖ

Rosa Krenn – Pensionistin

Der Bertholdsaal war schon immer ein wichtiger Bestandteil von Weyer. Einer meiner Söhne hat sogar sein Hochzeitsfest in diesen Räumlichkeiten und im Garten davor gefeiert. Es sollte weiterhin ein öffentlicher Ort bleiben, der von uns WeyerInnen, und vor allem von unserer Jugend, für die verschiedensten Veranstaltungen genutzt werden kann!

Rosa Krenn
Pensionistin
Weyer