Autor: Ritt_Max

Rudi Hirner

Alle Bemühungen zum Kauf des Bertholdsaales müssen wirklich ausgeschöpft werden. Wir im südlichen Zipfel von Oberösterreich sollten wieder daran glauben können was uns die Herren und Damen Politiker bei unserer freiwilligen Zusammenlegung von Weyer Markt und Weyer Land versprochen haben. „Wir werden besonders auf Euch hier herinnen schauen“ , “ wenn Ihr etwas braucht, sind wir für Euch da“ …. Alles das, was nur durch Freiwillige und gleiche Interessen auf so friedliche Weise so gut funktioniert muss gefördert und unterstützt werden. „Bertholdsaal“ eine Institution!! Kultur am Land- wo sonst- Ich bin dabei !

Rudi Hirner
Kleinreifling

Georg Himmelstoß – CEO JELD-WEN AT (DANA Türen)

Wenn man wie ich in Weyer aufgewachsen ist, viele Jahre andere Wohnorte im In-und Ausland hatte und sich dann irgendwann entscheidet hierher zurückzukehren, stellt sich man sich öfters mal die Frage nach dem Warum.- Was ist es, das diesen Ort so besonders macht? Gut, Weyer ist landschaftlich ganz schön, relativ ruhig (manchmal vielleicht zu ruhig), hat ein einigermaßen vertretbares Klima und die Bewohner sind auch nett.- Soweit so gut… nur so könnte man wohl viele andere Orte auch beschreiben, die zusätzlich aber noch ‚Annehmlichkeiten‘ wie gute Infrastruktur, ausreichend Jobs, Nähe zu Städten etc. bieten. Die Antwort liegt für mich in der Einstellung jener ‚Dagebliebenen‘, die hier oder in der Umgebung leben, die ‚ihr‘ Weyer nicht loslassen und sich dafür einsetzen das Weyer das bleibt was es ist. – Ein Ort an den man zurückkehrt, einer der nicht nur Abwanderung kennt, einer auf den man Stolz ist, weil er Optionen bietet, die es halt nicht in jedem kleinen Ort oder jeder Marktgemeinde gibt. Kultur, Unterhaltung, Genusszeit, Abschalten vom Alltag spielen dabei eine zentrale Rolle. Um das in einem Ort wie Weyer möglich zu machen, braucht es bestimmt sehr viel Idealismus, Einsatzbereitschaft und vor allem Durchhaltevermögen.- Jenen Geist der seit vielen Jahren in den freiwilligen Helfern, Unterstützern und Organisatoren rund um den Bertholdsaal und seine Veranstaltungen steckt und den ich wirklich bewundere! In Unternehmen ist es gelebte Praxis, dass Einsatzbereitschaft, visionäres Denken und Zukunftsorientierung belohnt und gefördert werden, das könnte theoretisch auch im Umfeld von Vereinen und Gemeinden funktionieren! Ich bin der Meinung, dass es keine Option, sondern eine Notwendigkeit ist, dass jene die sich seit langer Zeit für die Kultur und die Allgemeinheit in Weyer einsetzen, dies auch noch lange weiter tun können und zwar dort wo man immer wieder gerne hin zurückkehrt, im Bertholdsaal in Weyer.

Georg Himmelstoß
CEO JELD-WEN AT (DANA Türen)
Weyer

Peter Fischer – Schlagzeuger der Band DR.ROCK

Als die Pfarre Weyer 1997 die Zustimmung gab den Bertholdsaal als Veranstaltungszentrum zu nutzen war von Ihrer Seite möglicherweise etwas Skepsis dabei – wie wird das werden mit dem alten Saal…. Sie war sich wahrscheinlich auch nicht bewusst welche große Chance sie den jungen, kulturinteressierten Leuten gab. Durch eine Vielzahl unterschiedlichster Veranstaltungen wurde der Bertholdsaal schon im ersten Jahr der Reaktivierung ein Ort der Begegnung, des Austausches und des Miteinanders. Die Kunst war es, dran zu bleiben, die Vision immer frisch zu halten – und das ist dem TVB und FRIKULUM in beeindruckender Weise mit großer Leidenschaft gelungen. Ich war in den 70er-Jahren als kleiner Bub bei Ministranten-Aufführungen dort schon auf der Bühne, durfte von 1992-2002 einen Proberaum benutzten und sehr oft mit meinen Bands Konzerte spielen. Da sich mein Lebensmittelpunkt nicht mehr in Weyer befindet konnte ich nur aus der Ferne mitverfolgen wie sich der Bertholdsaal in der österreichischen Musikszene etablierte. Die Chance etwas nachhaltig aufzubauen wurde genutzt.

Peter Fischer,
Schlagzeuger der Band DR.ROCK,
Linz

Nina Hochrainer – Redakteurin Radio FM4

„Als Musikredakteurin und Reporterin beim ORF-Jugendradiosender FM4 und lang-
jährige Begleiterin und Besucherin des Seewiesenfests und den Veranstaltungen von
Frikulum schätze ich die Arbeit und den Einsatz des Kulturvereins Frikulum sehr.
Frikulum stellt mit unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz Jahr für Jahr aufs Neue ein liebevoll
kuratiertes, musikalisch hochwertiges Festival und Jahresprogramm auf die Beine und
leistet somit einen essentiellen Beitrag zur kulturellen und musikalischen Sozialisierung
der jugendlichen – und natürlich auch erwachsenen – Bevölkerung der Umgebung. Da
es – vor allem bedingt durch fehlende Infrastruktur – gerade in den ländlichen Gebieten
Österreichs oft an derartigen Angeboten mangelt, sind die vom Frikulum organisierten
Veranstaltungen umso wichtiger für den Aufbau und Erhalt einer lebendigen Musik- und Kultur-
szene. Frikulum bietet mit seinen Veranstaltungen im Bertholdsaal und dem Seewiesenfest
eine Plattform für aufstrebende heimische Bands auf der sie sich einer größeren Öffent-
lichkeit präsentieren können. Zum anderen werden immer wieder spannende, neue inter-
nationale Acts ins Ennstal gebracht, auf die ich wohl selbst sonst nicht aufmerksam
geworden wäre. Ich würde mich freuen, wenn der Kulturverein Frikulum den Bertholdsaal
in Weyer weiterhin als regelmäßige Spielstätte und Ort für kulturellen Austausch in der
heimischen Veranstaltungslandschaft zur Verfügung haben kann und wünsche dem Verein
für seine Zukunftspläne viel Erfolg. “

Nina Hochrainer
Redakteurin Radio FM4 (ORF)
Wien

Mag. Jürgen Aigner – Obmann Trägerverein Bertholdsaal

„Der Bertholdsaal hat in den letzten 20 Jahren einen wesentlichen Platz in meinem Leben
eingenommen – einen kulturellen und emotionalen. Während eines mehrjährigen Auslands-
aufenthaltes war er Bindeglied nach Weyer und schließlich auch ein wesentlicher Grund,
nach der Rückkehr nach Österreich Weyer wieder als Lebensmittelpunkt zu wählen. Man
darf nicht müde werden zu betonen, welchen besonderen Kulturort der Bertholdsaal in
Weyer und der Region darstellt – und auch als Benchmark für Initiativen in OÖ. Das Sprich-
wort vom Propheten im eigenen Land mag einem in den Sinn kommen – nichtsdestoweniger
bin ich von der Richtigkeit und Wichtigkeit der Sache überzeugt. Dafür lohnt es sich sich ein-
zusetzen – als Gründungsobmann im Jahr 1997 und Obmann beim nächsten großen Schritt.”

Mag. Jürgen Aigner
Obmann Trägerverein Bertholdsaal
Weyer

Markus Sandner – Vorstandsmitglied

„Ich habe während meiner Hauptschulzeit im Bertholdsaal Theater gespielt, später einen
Proberaum mit meiner Band gemietet, vor etwa 15 Jahren, mit Unterstützung von Frikulum,
mein erstes Konzert selber veranstaltet und nicht mehr damit aufgehört. Über die Jahre hat
mich dieses Haus, trotz Ausbildung in Graz und Studium in Wien, begleitet. Der Bertholdsaal
und Frikulum haben maßgeblich an meiner Biografie mitgeschrieben, und umgekehrt. Für
mich ist klar: Eine moderne Kunst- und Kulturproduktion am Land und ihre Räume, sind
für eine gesunde Gemeinschaft so notwendig wie die Freiwillige Feuerwehr, Sportvereine,
Wirtshäuser, Brauchtumspflege, ein Kindergarten, Geschäfte im Ortskern, … You name it!”

Markus Sandner
Vorstandsmitglied seit 2006
gelernter Weyrer
lebt und arbeitet in Wien und ob der Enns

Mag. Stefan Hagauer – Vorstandsmitglied

„Der Bertholdsaal ist für mich ein offenes Kulturhaus, in dem qualitativ hochwertige Kultur-
arbeit ehrenamtlich geleistet wird. Der Soundcheck Bandcontest 2003 im Bertholdsaal war
mein Maturaprojekt und prägend für meinen beruflichen Werdegang und für meine seit nun
mehr als 10-jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Kulturverein Frikulum. Der Bertholdsaal ist
für mich ein wesentlicher Grund, warum ich nach wie vor regelmäßig in meine Heimat fahre
und mich aktiv in die regionale Kulturarbeit einbringe.“

Mag. Stefan Hagauer
Schriftführer Kulturverein Frikulum
aus Großraming, wohnhaft in Steyr

Erhard Sandner – Pensionist

„Eine emotionale Bindung meinerseits führt zurück in die Anfänge der 60er Jahre, wo ich im
Zuge eines Volksschulprojektes in einem Theaterstück mitwirken durfte. Ende der 60er Jahre
fanden regelmäßige Treffen für uns Ministranten statt.
Seit Frikulum (1986) wird im Bertholdsaal eine kulturelle Vielfalt der ‚Freien Szene’ geboten,
welche von hoch motivierten und engagierten jungen Menschen aus unterschiedlichsten
Berufs- und Studienrichtungen, sowie sozialen Schichten, zukunftsweisend geführt wird.
Dieser persönliche Einsatz, diese Jahrzehnte zurückreichende Kulturoffenheit, dieses
hohe gesellschaftliche Niveau, darf nicht privaten, kommerziellen Zielen geopfert werden.
Ich wünsche dem Trägerverein das nötige hohe Maß an Verständnis und Unterstützung aus
der Öffentlichkeit, der Wirtschaft, sowie der Politik, zum Erreichen der gesteckten Ziele.”

Erhard Sandner
Pensionist
Weyer

Mathias Gruber – Sänger der Band Columbian NeckTie

„Die Situation für junge Bands im Ennstal und der Umgebung um Weyer ist nicht die
Einfachste. In der Region gibt es kaum Proberäume in denen sich junge Musiker treffen
und sich gemeinsam dem Projekt einer Band widmen können. Als Band war und ist für uns
der Proberaum Bertholdsaal sehr wichtig. Obwohl sich unsere Wohnsituationen verändert
haben und wir nicht mehr in der direkten Umgebung wohnen, nutzen wir unseren
Proberaum in Weyer. Hier fanden wir am Anfang unseres musikalischen Zusammen-
wirkens die perfekte Umgebung. Der Proberaum im Bertholdsaal ist für Auszubildende,
Schüler_innen und Studenten_innen preislich die beste Möglichkeit, um sich in einem
akustisch guten Raum gemeinsam musikalisch zu entwickeln. Wir als Band sind sehr froh,
dass wir den Proberaum im Bertholdsaal nutzen können. Wir treffen uns oft am Wochen-
ende zum Proben und die Nutzung anderer Proberäume ist oft zeitlich eingeschränkt.
Auch unsere ersten Gehversuche als Band konnten wir auf der Bühne des Bertholdsaals
machen, wie auch viele andere Bands der Umgebung. Es ist nicht selbstverständlich, dass
man jungen Kunstschaffenden die Möglichkeit bietet erste Bühnenerfahrung zu sammeln.
Wir haben das in den ersten Jahren lernen müssen und sind daher sehr froh in Weyer den
Bertholdsaal als Proberaum und als Veranstaltungsort zu haben. Wir konnten dort unsere
ersten Konzerte mit befreundeten Bands spielen. Aus diesen Zusammenarbeiten entstan-
den Freundschaften. Jeder dieser Bands ist und war neidisch auf uns, als sie sahen, welche
Möglichkeiten uns in Weyer mit dem Bertholdsaal zur Verfügung gestellt werden.
Musik verändert sich sehr schnell und viele Veranstalter können oder wollen es sich nicht
leisten, Konzerte mit Künstler_innen zu veranstalten, die zum gegebenen Zeitpunkt ein
Subgenre bedienen. Wie jede Band, die nicht gerade den Mainstream entspricht, sind
auch wir froh, dass es noch einige Felsen in der Brandung gibt – dazu gehört definitiv der
Berthooldsaal in Weyer.
Lange rede kurzer Sinn: Wir als Band sind sehr dankbar, dass es den Bertholdsaal am
Anfang unseres musikalischen Wirkens gab, noch immer gibt und hoffen, dass sich in
Zukunft weitere Bands daran erfreuen können.”

Mathias Gruber
Sänger der Band Columbian NeckTie
Linz

Martha Jarolim – Schauspielerin

„Erwähnt man beispielsweise in Wien, dieser oder jener Musiker wäre in Weyer aufgetreten,
ist die Antwort unisono: ‚Waaas, in Weyer?‘ Ja, liebe Leute, in Weyer! Dort gibt es nämlich
eine engagierte Gruppe junger Menschen, die einen alten Theatersaal, den Bertholdsaal,
wiederbelebt und dort etwas ganz Tolles auf die Beine gestellt haben, OHNE nach dem
merkantilen Nutzen zu fragen. Sondern aus Idealismus; aus Freude am Statement, dass
Land nicht gleichbedeutend mit ‚hinterwäldlerisch‘ ist; dass Kultur, Auseinandersetzung mit
Gegenwartsthemen nicht nur in der Stadt, in die alle ziehen wollen, stattfindet; aus Freude
daran, dem Gejammer, dass am Land ja nichts los sei, den Gegenbeweis anzutreten. Auch
aus Liebe zu einem Ort, um diesem Ort eine Farbnuance hinzuzufügen, die der Weltoffenheit
schuldet. Ein Fenster, eine Tür zur Welt (in beide Richtungen), die hoffentlich nicht vor der
Nase zugeschlagen wird, die hoffentlich offen bleibt.”

Martha Jarolim
Schauspielerin, Autorin, Weltreisende
Weyer